Onkologie

Die systemische medikamentöse Therapie hat bei den Knochensarkomen einen fixen Stellenwert und gewinnt bei den Weichteilsarkomen zunehmend an Bedeutung.
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Diese beschränkt sich heutzutage nicht nur auf Chemotherapeutika im engeren Sinn, sondern immer häufiger kommen auch sogenannte zielgerichtete Therapien („targeted therapies“) zum Einsatz.
 
Bei Weichteilsarkomen wird außerdem bei der Auswahl der Substanzen zunehmend der histologische Subtyp berücksichtigt.
 

Wann wird die Chemotherapie eingesetzt?

 
Bei Knochensarkomen (Osteo- und Ewingsarkom) ist die Chemotherapie Bestandteil des multimodalen Therapiekonzeptes (Operation, Strahlentherapie & Chemotherapie) um eine Heilung gewährleisten zu können.
Bei Weichteilsarkomen erfolgt der Einsatz der Chemotherapie postoperativ in Abhängigkeit von individuellen Risikofaktoren. Bei lokal fortgeschrittenen, inoperablen oder metastasierten Weichteilsarkomen wird Chemotherapie unter Berücksichtigung der Lebensqualität und des Nebenwirkungsprofils angeboten. Die am häufigsten verwendeten Standardsubstanzen sind Doxorubicin und Ifosfamid und neuerdings auch Trabectedin.
 

Wann wird eine „ziegerichtete Therapie“ verabreicht?

„Zielgerichtete Therapeutika“ (Tyrosinkinasehemmer) sind die Standardtherapie bei der Behandlung des metastasierten Gastrointerstinalen Stromatumor (GIST). Neben Imatinib als Erstlinientherapie kommen bei Therapieversagen Sunitinib und Regorafenib zum Einsatz.
 
Bei metastasierten Weichteilsarkomen ist Pazopanib nach Chemotherapieversagen zugelassen. Weitere Substanzen (Multikinasehemmer), die bereits bei anderen Tumorentitäten eingesetzt werden, können im Rahmen von klinischen Studien angeboten werden.

Letzte Aktualisierung: 12.01.2016